Beschreibung
Landeinsiedlerkrebse gehören, wie 80% der rezenten Tierpopulation auf
der Erde, zum Stamm der Gliederfüßer (Arthropoda).
Der Unterstamm dieser Krebstiere (Crustacea) umfasst knapp 40.000 Arten.
Dort finden wir den Landeinsiedlerkrebs in der Klasse der Höheren
Krebse (Malacostraca) die ca. 22.000 Arten umfasst.
In dieser Ordnung bei den Zehnfußkrebse (Decapoda)
die ca. 8.000 Arten umfasst.
Bei den Zehnfußkrebsen in der Unterordnung der Pleocyemata zu denen
unter anderem die fortschrittlicheren Zehnfußkrebse gehören,
z.B. Krabben, Hummer, Langusten und Garnelen.
Dort wiederum in der Teilordnung Anomura (rund 1.700 Arten)
Und in dieser Ordnung zuletzt in der Überfamilie Einsiedler-
und Steinkrebse (Paguroidea) mit ca. 850 bekannte Arten, darunter sehr
viele im Wasser lebende Arten und nur sehr wenig Arten,
die auf dem Land leben.
Dort finden wir schließlich die Familie der Landeinsiedlerkrebse
(Coenobitidae) die ca. 16 Arten umfasst, eingeteilt in 2 Gattungen.
Die Gattung Birgus umfasst gerade einmal einen einzigen Krebs.
Aber dafür einen sehr interessanten, nämlich den Palmendieb
(Birgus latro).
Er ist mit bis zu 40cm Körperlänge, einem Meter Beinspannweite und
einem Gewicht von 3 bis 4 Kilogramm das größte an Land lebende Krebstier.
Er ist der einzige Landeinsiedlerkrebs, der ab einem bestimmten Alter
ohne Schneckenbehausung zum Schutz des Hinterleibs sein Unwesen treibt.
Der Palmendieb scheidet aber als Terrarienpflegling natürlich allein
wegen seiner Größe aus.
Wir begnügen uns mit der kleineren - aber nicht weniger interessanten
2. Gattung der Landeinsiedlerkrebse, nämlich der Coenobita.
Diese umfasst etwa 15 Arten.
Coenobita Körperbau
Der Landeinsiedlerkrebs besitzt insgesamt 10 Beine
(daher auch der name seiner Gattung - Zehnfußkrebs).
Zwei der Beinpaare an seinem Hinterleib sind recht klein
und Schaufelähnlich.
Sie dienen als Art Haken, um sich im Schneckenhaus festzuhalten.
Sie werden zudem als Putzwerkzeuge für Haus und Hinterleib eingesetzt.
Die restlichen drei Beinpaare werden zur Fortbewegung genutzt,
wobei das vordere Beinpaar mit zwei unterschiedlich großen
Scheren bestückt ist. Damit kann der Landeinsiedlerkrebs seine
Behausung dicht verschließen, Futter zerkleinern, Futter zu
den Mundwerkzeugen führen und sich vor Artgenossen verteidigen.
Die Antennen dienen der Sinneswahrnehmung.
Besonders hervorzuheben ist seine Art zu atmen.
Er besitzt zurückgebildete Kiemen (lungenartige Struktur) an seinem
Hinterleib, die ständig feucht gehalten werden müssen.
So kann der Landeinsiedlerkrebs an Land atmen.
Bei seiner notwendigen Vorliebe zu Baden (um u.a. seinen Wasservorrat
zur Hinterleibsbefeuchtung im Schneckenhaus zu erneuern), muss er
vorsichtig sein, denn er kann bei einem zu langen Badeausflug ertrinken.
Die Färbung der Tiere variiert zwischen rot-violett und hellem beige-braun.
Die Scheren bzw. Spitzen der Beine sind meist etwas kräftiger gefärbt.
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Allgemein
Andere
Systematik
Klasse: Höhere Krebse (Malacostraca)
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Unterordnung: Pleocyemata
Teilordnung: Anomura
Überfamilie: Einsiedler- u. Steinkrebse (Paguroidea)
Familie: Landeinsiedlerkrebse
Wissenschaftlicher Name
Coenobitidae
Gattungen
Palmendieb (Birgus)
Coenobita
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