Kauf
Kriterien für die Auswahl einer Bartagame
Sehen Sie sich kritisch in dem Geschäft um, indem Sie Ihre Bartagame
kaufen möchten, und kaufen Sie kein Tier aus Mitleid oder
unter Zeitdruck.
Sind die Terrarien und die darin lebenden Tiere in einem
gepflegten Zustand?
Werden die Tiere artgerecht, in ausreichend großen und
vernünftig beleuchteten und temperierten Terrarien gehalten?
Kontrollieren Sie, falls vorhanden, die Messarmaturen wie
Thermometer und Hygrometer im Händlerterrarium
Sehen die Tiere gesund aus, sind sie vital und ohne äußere
Verletzungen?
Sieht die Haut der Tiere faltig aus, wirken die Tiere
dehydriert?
Werden Neuzugänge in Quarantäne gehalten oder kommen sie
direkt zu den anderen Terrarienbewohnern?
Ist der Schwanz verkrüppelt oder beschädigt? Ein vollentwickelter,
gesunder Schwanz läuft lang und spitz aus.
Ist das Personal fachkundig? Belauschen Sie auch einfach
andere Kundengespräche. Oft hört man Aussagen wie:
“Die Tiere brauchen kein großes Terrarium“ oder
„Eine UV-Leuchtstoffröhre genügt“
Zoohandlungen in großen Einkaufszentren verzeichnen viel
Laufkundschaft, welche sich regelmäßig durch die
Terrarienanlage zwängt.
Die permanent an die Scheibe klopfenden und gaffenden
Besucher stressen diese Tiere.
Zoohandlungen, in denen es ruhiger zugeht können daher Tiere
anbieten, die diesem Stress nicht in solchem Ausmaß
ausgesetzt sind
Transport und Eingewöhnung
Der Transport vom Zoohändler nach Hause sollte für die Tiere so
stressfrei wie möglich gestaltet werden.
Normalerweise werden die Agamen vom Händler in eine Pappschachtel
oder ein Leinensäckchen verpackt.
Besonders wichtig ist, bei einem Transport in der kalten Jahreszeit,
niedrige Temperaturen von den Tieren fern zu halten.
Man kann die Tiere in einen nicht luftdichten Behälter/Styroporbox
packen, in dem sich eine Wärmflasche, welche man in eine Decke
einwickelt, befindet.
Beim Transport mit einem PKW kann der Behälter auch in die Nähe der
Heizung gestellt werden.
Sind die Tiere wohlbehalten zu Hause angekommen, stellt man die
Schachtel mit der Bartagame ins Terrarium, öffnet eine Seite und
lässt die Tiere von selbst herausgehen.
Die ersten Tage sollten für die neuen Bewohner sehr ruhig angehen,
da ein Transport und eine Eingewöhnung immer mit Stress für die Tiere
verbunden ist.
Auch eine anfangs gesunde Bartagame kann bei anhaltendem Stress
erkranken, da das Immun-System durch Transport und Eingewöhnung
immer etwas geschwächt wird.
Krankheitserreger, die der Agame unter optimalen Bedingungen nichts
anhaben, können bei einem geschwächten Tier zum Ausbruch einer
Krankheit führen.
Neue Tiere einer bestehenden Gruppe hinzufügen
Soll in eine bestehende Gruppe von Bartagamen, oder auch zu
einem einzelnen Tier ein weiteres hinzugefügt werden,
ist es ratsam, das neue Tier einige Wochen in einem gesonderten
Quarantäneterrarium zu halten.
Somit kann man verhindern, dass evtl. nach kurzer Zeit
auftretende Krankheiten nicht auch die bisher gesunden
Tiere befallen.
Das Quarantäneterrarium darf sich nicht in unmittelbarer Nähe des
Hauptterrariums befinden.
Auch ist auf hygienische Sauberkeit zu achten.
Man sollte sich nach dem hantieren im Quarantäneterrarium die
Hände waschen, bevor man etwas im Hauptterrarium anfasst Treten
nach 4-6 Wochen keine Krankheiten auf, kann das neue Tier zur
Gruppe ins eigentliche Terrarium überführt werden.
Technisch muss das Quarantäneterrarium alles bieten, was auch
ein reguläres Terrarium bietet.
Es muss also die nötige Temperatur erreichbar sein, das Tier
muss sich ausreichend bewegen können und es muss eine
Rückzugsmöglichkeit vorhanden sein.
Die Einrichtung sollte etwas reduzierter sein wie in einem voll
eingerichteten Terrarium.
Es muss leicht zu reinigen sein und die Möglichkeit einer guten
Beobachtung des Tieres bieten.
Sandboden ist nicht unbedingt erforderlich.
Der Boden kann für die Zeit mit saugfähigem Zeitungspapier oder
Küchenrolle ausgelegt werden.
Jungtier oder erwachsene Bartagame?
Jungtiere bzw. Babys
Häufig werden Bartagamen als Babys in den Sommer- und
Herbstmonaten angeboten.
Da Bartagamen im Frühjahr Eier ablegen schlüpfen die Jungtiere
meist in den Sommermonaten und werden dann verkauft.
Der Vorteil dieser Babys liegt im niedrigeren Preis gegenüber
einer erwachsenen Bartagame.
Ein Baby kostet etwa ein Viertel des Preises, welcher für eine
ausgewachsene Bartagame bezahlt werden muss.
Auch macht es sicherlich Spaß, die Entwicklung zum erwachsenen
Tier mitanzusehen und Einfluss auf die Entwicklung durch eine
artgerechte Haltung zu nehmen.
Da Bartagamen bei guter Pflege sehr zügig wachsen hat man nach
etwa 2 Jahren ein ausgewachsenes Tier von etwa 50cm Länge vor sich.
Leider ist es bei ganz jungen Bartagamen schwerer, evtl.
Erbkrankheiten oder Skelettdeformationen so deutlich zu sehen,
wie dies bei ausgewachsenen Tieren möglich ist.
Auch ist die Sterblichkeit bei Jungtieren höher als bei
adulten Bartagamen.
Erwachsene Tiere
Wesentlich seltener als Babys werden ausgewachsene Bartagamen
im Zoohandel angeboten.
Die Vorteile von ausgewachsenen Tieren:
Das Geschlecht lässt sich sicherer bestimmen, man sieht genau,
ob das Tier gut entwickelt ist, erwachsene Tiere sind
widerstandsfähiger als Jungtiere und reagieren nicht ganz so
schnell und drastisch auf evtl. Pflegefehler und eine erwachsene
Bartagame ist optisch ein reizvollerer Anblick als ein kleines
Tier von nur 10cm.
Statistik erstellen
Man sollte neu erworbene Bartagamen messen und wiegen.
So kann man genau feststellen, wie sich jedes einzelne
Tier entwickelt.
Auch hat man so einen Vergleich, was das Körpergewicht angeht.
Man kann so bei einer ausgewachsenen Bartagame feststellen,
ob das Tier vielleicht schon im Laufe von Wochen an Gewicht
verliert und hat so einen Wert, den man einem behandelnden
Tierarzt mitteilen kann.
Als Pfleger sieht man seine Tiere ja täglich, und ein
Längenzuwachs fällt so weniger auf.
Führt man aber regelmäßig Messungen durch, kann man die
Entwicklung objektiver beurteilen.
|
Allgemein
Andere
Systematik
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
Teilordnung: Leguanartige (Iguania)
Familie: Agamen (Agamidae)
Gattung: Bartagamen
Wissenschaftlicher Name
Pogona vitticeps
|